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Festival „Time to Listen. Die ökologische Krise in Klang und Musik“ in Berlin

Wie klingt der Klimawandel?

Das Festival „Time to Listen. Die ökologische Krise in Klang und Musik” beschäftigt sich mit Umweltkrise und Nachhaltigkeit.

vonJan-Hendrik Maier,

Die Veränderungen der globalen Lebensbedingungen durch den Klimawandel beschäftigen zunehmend auch Komponistinnen und Komponisten in ihrem Schaffen. Beim Festival „Time to Listen. Die ökologische Krise in Klang und Musik“ in Berlin können sich Besucher vom aktuellen Stand der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Themen Klima, Umweltkrise und Nachhaltigkeit in Konzerten, Lesungen, Vorträgen und einer Ausstellung überzeugen.

Rund um und in den Räumen der gastgebenden Akademie der Künste laden sieben Klanginstallationen zur Reflexion ein. So bilden die Künstlerinnen Claudia González Godoy und Susie Ibarra die Situation in ihren Heimatländern Chile und Marokko durch das Prisma des Ökofeminismus ab. Jacob Kirkegaard macht die Rhythmen von Tierzucht und Abfallwirtschaft hörbar, während Winfried Ritsch in einem Workshop mit Jugendlichen „zarte“ Klangblumen erschafft. Auf Partizipation setzt auch Daniel Rothman für sein „bioakustisches Refugium in Kalifornien“: Den notwendigen Strom müssen die Besucher auf einem Fahrrad selbst erzeugen.

Tonaufnahmen von Gletscher und Eis

Wie Kunst generell über „Klima und Nachhaltigkeit sprechen und die notwendige gesellschaftliche Transformation unterstützen kann“, ergründen die Komponistin Iris ter Schiphorst und Schriftstellerin Kathrin Röggla in Impulsvorträgen zum Festivalauftakt am Freitag. Mit ihrem Stück „Solastalgia“, das auf Tonaufnahmen von Gletschern und Eis basiert, lassen Tonschöpferin Carola Bauckholt und Geigerin Karin Hellqvist eine praktische Antwort folgen. Marcus Maeder hat indes Messdaten von CO2-Stationen im Amazonas-Regenwald und von heimischen Weideflächen in Werke für neun Frauenstimmen übersetzt.

Ein weiteres Konzert hat „Regenwälder, Klangverlust und Klangerinnerungen“ als titelgebendes Thema. Kritische Töne schlägt ebenso der Dokumentarfilm „Mountain & Maiden“ an, der das Leben einer Zehnjährigen nahe einer Müllhalde in Neu-Delhi zeigt, die Musik dazu stammt von Sarah Nemtsov. Den Schlusspunkt setzt ein von Sabine Vogel und Tania Rubio geleitetes mexikanisch-deutsches Klanglabor.

concerti-Tipp:

Festival „Time to Listen. Die ökologische Krise in Klang und Musik“
18.8-20.8.2023
Akademie der Künste Berlin
Ausstellung bis 3. September 2023 geöffnet
Weitere Informationen finden Sie hier.

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