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Ultraschall Berlin 2024

Gestern, heute, morgen

Das Festival Ultraschall Berlin feiert 25-jähriges Bestehen und befasst sich dabei mit den Zukunftsmusiken von heute und gestern.

vonMaximilian Theiss,

Vor 25 Jahren wurde Handykommunikation im Sekundentakt abgerechnet, entlud sich Massenhysterie noch in den Straßen oder in Kneipen und nicht in virtuellen Onlinekanälen, wurde das Wort „Terrorismus“ assoziiert mit stramm links denkenden Deutschen – kurz: Es ist viel passiert seit der ersten Ausgabe von „Ultraschall“ vor einem Vierteljahrhundert. Für ein Berliner Festival, das im Zeichen der zeitgenössischen Musik steht, ist diese Zeitspanne besonders reizvoll für eine Rückschau. Zumal eine Frage dürfte sich da aufdrängen: Hat sich die Musik ebenso stark verändert wie unser Alltag? Die Konzerte vom 17. bis 21. Januar befassen sich zum Jubiläum dezidiert nicht nur mit der Zukunftsmusik von heute, sondern auch jener von gestern. Und um die Antwort auf eben gestellte Frage vorwegzunehmen: Die Veranstalter finden, dass sich die Musik in dieser Zeitspanne sehr wohl „spürbar verändert“ hat, da neue Ästhetiken, Produktionsmöglichkeiten oder Sichtweisen sowie die Digitalisierung nicht nur den Alltag, sondern auch das Entstehen von neuer Musik verändert hat.

Ultraschall Berlin begibt sich 2024 auf Spurensuche

Das Programm von Ultraschall Berlin 2024 hat denkbar verschiedene Schwerpunkte und Inspirationen: Von Seiten der Komponisten sind unter vielen anderen Elnaz Seyedi und Ehsan Khatibi zu erleben, die sich auf eine Spurensuche durch das Ungreifbare der kollektiven Erinnerung im Iran begeben, Olga Rayeva trauert um die ukrainische Stadt Mariupol, Ricardo Eizirik setzt sich mit von Gewalt geprägten Jugendkulturen auseinander. Unter den Interpreten des Festivals finden sich etwa die Ensembles Apparat und Radar, die Sopranistin Sarah Maria Sun oder das Trio Catch. Da das Festival von den öffentlich-rechtlichen Radiosendern rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur veranstaltet wird, sind auch die beiden Berliner Rundfunkorchester zu erleben: Das Rundfunk‐Sinfonieorchester Berlin unter seinem Chefdirigenten Vladimir Jurowski und das Deutsche Symphonie‐Orchester Berlin, das traditionell das Eröffnungs‐ und Abschlusskonzert bestreitet.

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