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Kinotipp: „Nurejew – The White Crow“ startet heute

Getanzte Freiheit

Im Kinofilm „Nurejew – The White Crow“ erzählt Regisseur und Darsteller Ralph Fiennes, beruhend auf wahren Ereignissen, die Geschichte der sowjetischen Ballettlegende Rudolf Chametowitsch Nurejew.

vonJulia Hellmig,

Rudolf Chametowitsch Nurejew ist Balletfans auf der ganzen Welt bekannt und gilt als einer der besten Balletttänzer des 20. Jahrhunderts. Die 1993 verstorbene Tanzikone wuchs in der Sowjetunion auf und flüchtete als Mitglied des Kirow-Balletts während eines Frankreichauftritts 1961 in den Westen, wo eine beispiellose Karriere folgte.

Schnell wurde Nurejew zum absoluten Superstar des Balletts und eroberte ein neues, junges Publikum. In der 19 Jahre älteren Ballerina Margot Fonteyn fand er die ideale Ballettpartnerin, mit der er über zehn Jahre gemeinsam auftrat. Er revolutionierte das klassische Ballett, indem er den männlichen Part stärker herausarbeitete und sich seinen Platz im Rampenlicht eroberte. Mit seiner sinnlichen Aura zog er das Publikum stets in den Bann. Später arbeitete Nurejew auch als Choreograf, Ballettdirektor, Schauspieler und sogar als Dirigent. Im Alter von 54 Jahren starb Rudolf Nurejew am 6. Januar 1993 in Paris an den Folgen von AIDS.

Die außergewöhnliche Geschichte von Nurejew ab heute im Kino

Ab heute findet Nurejews außergewöhnliche Geschichte in einer Verfilmung von Ralph Fiennes ihren Weg in die deutschen Kinos. Der Balletttänzer Oleg Ivenko übernimmt die Rolle von Nurejew. In einem Interview für die offizielle Filmseite erklärt Ralph Fiennes seine Entscheidung: „Ich wollte ein unbekanntes Gesicht. Und als wir dann die vier Tänzer trafen, die auf unserer Shortlist standen, ging Oleg Ivenko auf meine Anweisungen ein, er verstand, dass ein Filmschauspieler von innen heraus agieren muss, so dass er eben nicht spielt, sondern auf sein Herz hört und darauf reagiert. Außerdem ähnelt er manchmal Nurejew – er hat einen sinnlichen Mund und faszinierende Augen. Ich habe mit Leuten gesprochen, die sich an Nurejew erinnern – und sie sagen, er sei ihm manchmal seltsam ähnlich.“ Ein weiteres Interessantes Detail: Aus Gründen der Authentizität wurde der Kinofilm eigens auf 16-Millimeter-Film gedreht.

Sehen Sie hier den Trailer zu „Nurejew – The White Crow“:

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