Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart ist nach wie vor ein Phänomen: Mit ihr lassen sich meterweise CD- und Buchregale füllen, denn von kaum einem anderen Komponisten gibt es derart viele unterschiedliche Einspielungen – von all den unterschiedlichen Forschungsansätzen in der Fachliteratur ganz zu schweigen. Und dann erst noch seine eigenen Briefe und die unzähligen Biografien, die über ihn geschrieben wurden! Fast könnte man meinen, dass es bei Mozart nichts Neues mehr zu entdecken gäbe, dass bereits alles gesagt und gespielt wurde.
Dass dem – natürlich – nicht so ist, beweisen Musiker weltweit täglich mit ihren neuen Interpretationen und ihren eigenen Sichtweisen auf den bekanntesten Komponisten schlechthin. Drei dieser Musiker sind die Sopranistin Anna Prohaska, der Klarinettist Andreas Ottensamer und der Pianist Caspar Frantz, die sich unlängst im Berliner Säälchen nicht nur als Kollegen, sondern auch als Freunde getroffen haben, um vor Publikum Mozart zu spielen. Und über ihn, seine Musik und auch seine Zeit zu diskutieren. Begleitet werden sie dabei von der Kammerakademie Potsdam.
So individuell kann Mozart sein
Das Interessante an diesem Zusammentreffen: Prohaska, Ottensamer und Frantz treten quasi in einen freundschaftlichen Wettstreit, wenn es darum geht, ihre eigene Sichtweise auf Mozart dem Publikum näherzubringen. Welche Interpretationen können wohl letztlich überzeugen? Die Reaktionen werden jedenfalls hautnah zu erleben sein, denn im Säälchen begegnen sich Musiker und Zuschauer auf Augenhöhe – sie spielen und sitzen auf der gleichen Ebene – und auf engstem Raum.
Als besonderes Schmankerl wurden extra für dieses musikalische Zusammentreffen einige von Mozarts Werken neu arrangiert. Womit selbst längst bekannte Melodien erfrischend neu erklingen. Der deutsch-französische Sender arte überträgt die „Mozart-Session“ heute um 18:25 Uhr im Fernsehen.
concerti-Tipp:
„Mozart-Session“
So. 14.1., 18:25 Uhr
Mit: Anna Prohaska, Andreas Ottensamer, Caspar Frantz und der Kammerakademie Potsdam
arte