Auf 22 Tracks präsentiert Alexandre Tharaud jeweils einen anderen musikalischen Partner, darunter prominente Namen wie Bruce Liu, Beatrice Rana, Mariam Batsashvili, David Fray, Víkingur Ólafsson, Alexander Melnikov. Originell auch, dass Gautier Capuçon und Philippe Jaroussky in die Tasten greifen. Also ein einziges Namedropping? Tharaud hat die Werke immer mit Blick auf Charakter und Vorlieben seiner Kollegen ausgewählt. Entsprechend bunt und kleinschrittig geht es zu auf dieser Reise durch den „Vier Hände“-Kosmos. Erstaunlich ist, dass die Aufnahme dennoch einheitlich wirkt. Klar, man hätte gern aus Faurés Dolly-Suite mehr als einen Satz gehört, auch die Ungarischen Tänze mit dem Duo Tharaud-Liu könnte man sich in Langform vorstellen. Ein Gesamtfazit ist bei so viel Heterogenität schwierig. Aber mehr als ein Marketing-Gag ist das Album gewiss, auf jeden Fall Werbung für die Form des Klavier-Duos.
Four Hands
Alexandre Tharaud, Nicholas Angelich, Bertrand Chamayou, Mariam Batiashvili, Arielle Beck, Gautier Capuçon, Philippe Jaroussky u. a. (Klavier)
Werke von Brahms, J. S. Bach/Kurtág, Piazzolla, Fauré, Tchaikowsky u. a.
Erato