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Rezension Andreas Staier – Ein neuer Weg

Akribische Beethoven-Würdigung

Diese Aufnahme verrät Tiefsinn, denn wie Andreas Staier hier eindrucksvoll zeigt, ist er mit Beethoven bestens vertraut.

vonChristian Lahneck,

Nun meldet sich auch Andreas Staier ausführlich zu Beethoven – mit einem Doppelalbum, das die drei Sonaten op. 31 mit den Variationen op. 34 und 35 vereint. Es ist also ein Blick in die Jahre 1801 und 1802, die für Beethoven mit allerlei Unruhe verknüpft waren. Natürlich wählt Staier keinen modernen Flügel, sondern setzt auf Historisches. Damit ist er vertraut, und mit Beethoven ist er es, wie diese Aufnahme eindrucksvoll zeigt, auch. Wie Staier in der d-Moll-Sonate anfangs das Rezitativische ausfeilt, wie er im Finale ein Tempo wählt, das aller Sportivität abschwört, wie mitreißend er die Rhythmen im zweiten Satz der Es-Dur-Sonate einfängt und wie prägnant er durch das Finale fliegt, das verrät Tiefsinn. Auch in den Variationen organisiert Staier geradezu orchestral die einzelnen Stimmen, wechselt abrupt die Stimmungen und organisiert die Dramaturgie auf denkbar schlüssige Weise. Eine akribische Beethoven-Würdigung.

Andreas Staier
Andreas Staier © Molina Visuals

Ein neuer Weg
Beethoven: Klaviersonaten Nr. 16-18, Variationen op. 34 & Eroica-Variationen op. 35

Andreas Staier (Hammerflügel)
harmonia mundi

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