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Rezension Andris Nelsons – R. Strauss: Orchesterwerke

Zwei Traditionen

Dirigent Andris Nelsons spielt mit „seinen“ beiden Orchestern und den Starsolisten Yo-Yo Ma und Yuja Wang Richard Strauss‘ große Werke ein.

vonChristian Lahneck,

Selten hat ein Dirigent zwei Orchester so eng aufeinander abgestimmt wie Andris Nelsons bei seinen Chefposten in Boston und Leipzig. Diese komplementäre Planung führt nun zu einem ungewöhnlichen Projekt, bei dem beide Orchester Teil einer Einspielung der großen Orchesterwerke von Richard Strauss sind. Zwei Traditionen werden hier zusammengeführt. Nelsons, der schon in Birmingham mit drei Strauss-Alben seine Affinität für diese Musik bewiesen hatte, setzt auf einen reichen, satten Orchesterklang, der seinem emphatischen Zugang zu dieser Musik entspricht. Nelsons lässt nichts anbrennen, er lässt die Musik fließen und strömen, er kennt sich aus mit Steigerungen und der Staffelung groß besetzter Klangkörper. Dass manche Detailschärfe dadurch zu kurz kommt, zählt zu den Nebeneffekten eines solchen Ansatzes. Mit Yo-Yo Ma („Don Quixote“) und Yuja Wang (Burleske) hat er namhafte Solisten eingeladen.

Andris Nelsons

R. Strauss: Orchesterwerke

Yuja Wang (Klavier), Yo-Yo Ma (Violoncello), Boston Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons (Leitung)
Deutsche Grammophon

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