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CD-Rezension Anne-Sophie Mutter – Forellenquintett

Heiter und diabolisch

Eine künstlerisch aussagekräftige Aufnahme sowie Premiere: Anne-Sophie Mutter hat zum ersten Mal Schuberts „Forellenquintett“ aufgenommen

vonChristian Lahneck,

Doppelpremiere: Noch nie hat Anne-Sophie Mutter Schuberts „Forellenquintett“ aufgenommen. Außerdem hat sie noch nie mit Pianist Daniil Trifonov ein gemeinsames Album veröffentlicht. Verstärkung bieten drei Stipendiaten ihrer eigenen Stiftung. Also vor allem ein Marketing-Schachzug? Auch. Aber vor allem eine künstlerisch aussagekräftige Aufnahme. Die dramatische Verdichtung im Finale, die von Trifonov mal heiter, mal diabolisch gedeuteten Triller im vierten Satz, dazu Maximilian Hornungs und Roman Patkalós beredte Fundamentierung der tiefen Stimmen – all das zeichnet eine insgesamt transparente, schlanke, stellenweise sogar vibratofreie Aufnahme aus, mit viel Licht, aber auch energischen Abdunklungen. Durchaus furios das Scherzo! Das Trio-„Notturno“ bleibt meist frei von Süße. Ob es die beiden Lied-Transkriptionen zur Abrundung wirklich gebraucht hätte, bleibe dahingestellt.

Schubert
Klavierquintett D 667 „Forellenquintett“
Notturno D 897 für Klaviertrio
Ständchen D 957 Nr. 4 für Violine & Klavier
Schubert/Heifetz: Ave Maria für Violine & Klavier

Anne-Sophie Mutter (Violine), Hwayoon Lee (Viola), Maximilian Hornung (Violoncello), Roman Patkaló (Kontrabass), Daniil Trifonov (Klavier)
Deutsche Grammophon

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