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Rezension Les Accents – Hasse: Serpentes Ignei in Deserto

Preziose

Die Spezialisten von Les Accents und ein hochkarätiges Ensemble an Solisten wecken Hasses Oratorium „Serpentes Ignei in Deserto“ aus dem Dornröschenschlaf.

vonRoland H. Dippel,

Mit dieser Einspielung ist es noch weniger verständlich, warum Johann Adolf Hasse in den Aufführungszahlen so tief gegen Händel abfällt. Sein Oratorium entstand um 1733 für das venezianische Ospedale degli Incurabili. Dort erhielten junge Frauen eine exzellente musikalische Ausbildung und veranstalteten hochgerühmte Aufführungen. Thibault Noally besetzte deshalb alle männlichen Partien aus der alttestamentarischen Geschichte vom Volk Israel auf dem Weg ins gelobte Land mit Counterstimmen – auch den Prophet Moses, der die eherne Schlange als Heilmittel gegen die tödlichen Wunden durch die Feuerschlangen aufstellt. Dem Engel leiht Julia Lezhneva ihre reine und im Ensemble einzige Frauenstimme. Die sechs Soli leisten ein Verführungswerk aus Weichheit, Betörung und exquisiter Verzierungskunst. Les Accents webt dazu einen berückenden Klang – mit Nachdruck und faszinierend lyrischer Konzentration.

Les Accents
Les Accents

Hasse: Serpentes Ignei in Deserto

Philippe Jaroussky (Moyses), Julia Lezhneva (Angelus), Jakub Józef Orliński (Nathanael), Bruno de Sá (Josue), Carlo Vistoli (Eleazar), David Hansen (Eliab), Les Accents, Thibault Noally (Leitung)
Erato

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