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Rezension Luciano Acocella – Meyerbeer: Romilda e Costanza

Eindrucksvolle Besetzung

Eine tolle Entdeckung: Giacomo Meyerbeers provenzalisches Abenteuer sorgt mit großen Kontrasten und straffer Dramatik für Überraschungen.

vonRoland H. Dippel,

Am Teatro Nuovo in Padua trat Giacomo Meyerbeer 1817 weitaus durchsetzungsstärker auf als seine Konkurrenten Rossini und Giovanni Simone Mayr, weil er die Uraufführung selbst finanzieren und auf das Sujet wie auf die exzellente Besetzung Einfluss nehmen konnte. Aus heutiger Perspektive wirkt „Romilda e Costanza“ wie die Melange aus „Fidelio“ und Grétrys „Richard Löwenherz“ in belcantistischer Bestform. Natürlich bemächtigte sich Meyerbeer einiger von Rossinis kompositorischen Wirkungsbringern. Dabei entwickelte er zwischen von Violinsoli à la Paganini umrankten Seelentönen und straffer Dramatik unter intensiver Chor-Befeuerung größere Kontraste und formale Überraschungen. Für das provenzalische Abenteuer zweier Rivalinnen, die ihr Kriegsbeil für die glückende Befreiung ihres Traummanns begraben, gab es auch bei Rossini in Wildbad 2019 eine eindrucksvolle Besetzung für diese tolle Entdeckung.

Luciano Acocella
Luciano Acocella

Meyerbeer: Romilda e Costanza

Patrick Kabongo Mubenga, Javier Povedano, Chiara Brunello, Cesar Cortés, Luiza Fatyol, Górecki Chamber Choir Krakow, Passionart Orchestra, Luciano Acocella (Leitung)
Naxos

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