Startseite » Rezensionen » Genaue Partiturkenntnis

Rezension Marek Janowski – Beethoven: Sinfonien

Genaue Partiturkenntnis

In allen neun Sinfonien spürt man Janowskis dezidierten Gestaltungswillen. Leider wirken die Tuttipassagen vom Klangbild her etwas verzerrt.

vonFrank Armbruster,

Wenn man von der Frage absieht, ob man wirklich weitere Einspielungen der Beethoven-Sinfonien braucht, ist diese Version des WDR Sinfonieorchesters unter Marek Janowski zu den gelungenen zu zählen. In allen neun Sinfonien spürt man Janowskis dezidierten Gestaltungswillen auf der Basis einer genauen Partiturkenntnis, seine Tempi orientieren sich an den beethovenschen Metronomangaben, ohne sie sklavisch zu befolgen. Die ersten beiden Sinfonien atmen den neuen, emphatischen Tonfall, der tänzerische Impetus der Siebten ist genauso gut getroffen wie der epische Erzählton der Sechsten, die Fünfte enwickelt bis zum Finale einen enormen Sog. Leider kann man über den Klang des Orchesters wenig sagen: Offenbar waren die Tonmeister von den Verhältnissen in der Kölner Philharmonie etwas überfordert – anders lässt sich das verhangen-intransparente, in Tuttipassagen fast schon verzerrte Klangbild kaum erklären.

Marek Janowski
Marek Janowski

Beethoven: Sinfonien Nr. 1-9

WDR Sinfonieorchester, Marek Janowski (Leitung)
Pentatone

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • „Lebe im Hier und Jetzt!“
    Interview Joyce DiDonato

    „Lebe im Hier und Jetzt!“

    Joyce DiDonato reflektiert über die Kraft der Musik, ihre künstlerische Mission und den Mut, trotz globaler Krisen weiterzumachen.

Anzeige

Audio der Woche

Weltklasse für Beethoven & Kreutzer

Sieben Weltklassesolisten auf einen Streich: Manz | Plath | Klieser | Hölscher | Lee | Ioniţă | Wagner

Apple Music Button
Amazon Logo
jpc Logo

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!