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CD-Rezension Mariss Jansons – Mahler: Sinfonie Nr. 5

Lebendiger Orchesterklang

Die Interpretation brilliert in Sachen Präzision und lebendigem Orchesterklang, leidet jedoch unter der überambitionierten Aufnahmequalität

vonJohann Buddecke,

„Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.“ Dass dieses, fast verzweifelte Zitat Mahlers auf Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks keinesfalls zutrifft, ist auf dieser Live-Aufnahme aus der Philharmonie im Gasteig zu erleben. Jansons’ Interpretation der fünften Sinfonie Mahlers berührt und fesselt zugleich. Von der berühmten Trompetenfanfare über den dramatischen Ausdruck des zweiten Satzes und dem träumerisch-anmutenden Adagietto bis hin zur musikalischen Hin-und-her-Gerissenheit des Rondo-Finales, lotet er jede dynamische Nuance der Partitur aus. Gleichzeitig brilliert die Interpretation in Sachen Präzision und lebendigem Orchesterklang. Insgesamt leidet die gelungene Interpretation jedoch unter der überambitionierten Aufnahmequalität. Gerade die voluminösen Tutti-Passagen wirken durch die der Aufnahme geschuldeten Überbetonung des tiefen Schlagwerks unausgewogen.

Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons (Leitung)
BR-Klassik

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