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CD-Rezension Renée Fleming

Französische Sinnlichkeit

Mit dieser Aufnahme für Kenner erreicht Renée Fleming hoffentlich eine breitgefächerte Hörerschaft

vonMichael Blümke,

Von den Verismo-Arien ihres letzten Recitals führt Renée Fleming ihre Fans zu französischen Liederzyklen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Verkaufszahlen dürften bei diesem neuen Album der Diva also vermutlich bescheidener ausfallen, die vokale Qualität aber ist unverändert hoch. Die Sinnlichkeit dieser Werke von Maurice Ravel, Olivier Messiaen und Henri Dutilleux vermittelt die Sängerin wie kaum eine andere. Ihr Ausnahmesopran leuchtet die ganze Palette von unmittelbarer Schlichtheit bis hin zur großen emotionalen Geste raffiniert aus. Auch und gerade das neueste Werk des Programms, Dutilleuxs eigens für Fleming geschriebener Zyklus Le temps l’horloge, dessen Uraufführung hier zu hören ist, überzeugt durch seine Sanglichkeit und ist perfekt auf die Stimme der Amerikanerin zugeschnitten. Eine CD für Connaisseurs zweifellos, die aber hoffentlich doch eine breitere Hörerschaft findet.

Diverse Poèmes
Renée Fleming (Sopran), Orchestre Philharmonique de Radio France & Orchestre National de France, Alan Gilbert & Seiji Ozawa (Leitung). Decca

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