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Rezension Teunis van der Zwart – Horn & Piano

Lyrisch und scharf

Im Fokus dieses Albums steht das „Cor basse“, also das tiefe Horn, dessen Klangreichtum von Teunis van der Zwart eindrucksvoll dokumentiert wird.

vonChristian Lahneck,

Eine auf den ersten Blick nischentaugliche CD, auf den zweiten hin aber eine Entdeckung und klare Empfehlung. Teunis van der Zwart hat sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit dem Komponisten Jan Václav Stich alias Giovanni Punto beschäftigt und daraus nun ein musikalisches Programm abgeleitet, das den ganzen Klangreichtum des Horns im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert dokumentiert. Im Fokus steht das „Cor basse“, also das tiefe Horn, weil das Mundstück im Durchmesser etwas größer ist als bei Mundstücken für höhere Klangregionen. Mit Alexander Melnikov (an zwei verschiedenen historischen Flügeln) hat van der Zwart einen kongenialen Mitstreiter gefunden. Dass beide erfahrene Kammermusiker sind, kommt der Produktion zugute. Das Horn tönt warm und lyrisch, aber auch signalhaft scharf in einzelnen Momenten. Ein originell und abwechslungsreich konzipiertes Album mit zwei souveränen Solisten.

Teunis van der Zwart
Teunis van der Zwart

Horn & Piano – A Cor Basse Recital
Werke von Beethoven, Ries, Punto & Danzi

Teunis van der Zwart (Cor Basse), Alexander Melnikov (Klavier)
harmonia mundi

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