Liebes Publikum,
seit drei Jahren beendet die Sommerpause in der Kölner Philharmonie das West-Eastern Divan Orchestra, das in Köln für seine Sommertournee probt. In diesem Jahr dürfen wir am 12. August das Orchester mit Daniel Barenboim und der Solistin Martha Argerich begrüßen. Die neue Spielzeit der Kölner Philharmonie beginnt seit fünf Jahren mit dem Originalklang-Festival FEL!X. In diesem Jahr blicken wir vom 15. bis 20. August insbesondere nach England und widmen uns »Sagen, Mythen und Legenden«. Mit dabei u.a. sind Sébastien Daucé und sein Ensemble Correspondances, Romina Lischka und das von ihr gegründete Hathor Consort, das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky, Concerto Köln und das Dresdner Festspielorchester unter der Leitung von Kent Nagano mit den Wagner-Lesarten, Ghalia Benali mit der Accademia del Piacere, das Freiburger Barockorchester und viele junge Originalklangensembles.

Erstmals seit Jahren kommen wieder zwei der »Big Five« der amerikanischen Orchester nach Köln: am 3. September das Boston Symphony Orchestra mit Andris Nelsons und Jean-Yves Thibaudet und am 20. Januar das Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Riccardo Muti. Diese beiden Konzerte finden sich im Abonnement »Philharmonie Premium«, eines von insgesamt 21 Angeboten für Abonnierende der KölnMusik. Neu sind die Reihen »Milchstraße«, »Musikpoeten«, »Oper konzertant« und »Der Ring des Nibelungen«.

Unser Porträtkünstler der Spielzeit 2023/24 ist der Pianist Alexander Melnikov, der sich in fünf Konzerten präsentiert: als Solist, mit Orchester und als Kammermusiker. In zwei Konzerten mit Les Siècles und François-Xavier Roth widmen er und Isabelle Faust sich György Ligeti und Wolfgang Amadeus Mozart (20. und 24. September). Isabelle Faust ist auch Melnikovs Kammermusikpartnerin gemeinsam mit Jean-Guihen Queyras am 7. April 2024. Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert Nr. 2 interpretiert der Pianist gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Maxim Emelyanychev (10. Januar). Den Abschluss der Porträtreihe und gleichzeitig unserer Spielzeit 2023/24 bildet ein Recital mit Werken Sergej Rachmaninows am 3. Juli 2024.
Einen Schwerpunkt bilden zudem drei Konzerte mit Anna Prohaska: Das erste September-Wochenende (9./ 10.September) gehört der Sopranistin und dem Ensemble Modern unter der Leitung von George Benjamin. Im März 2024 kehrt Anna Prohaska gemeinsam mit Emanuele Soavis preisgekrönter Kölner Tanzcompagnie und dem Berliner Originalklang-Ensemble Lautten Compagney mit einer sagenhafte Performance zu uns zurück – wir sind stolz, diese mit initiiert zu haben.


Besonders wird ganz sicher der langersehnte Auftritt Cecilia Bartolis am 1. November, die das erste Mal seit 2018 wieder in die Kölner Philharmonie zurückkehrt: als Cleopatra in Georg Friedrich Händels »Giulio Cesare in Egitto«. Für uns eine Herzensprojekt ist die Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Choir sowie dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Masaaki Suzuki am 1. Dezember.

Am 21. März können Sie bei uns die deutsche Erstaufführung von Michel van der Aas »The Book of Water« mit dem Ensemble Modern hören, eine intensive Beschwörung der Bedrohung durch Gedächtnisverlust und die Auflösung der Persönlichkeit.
Die vierzehnte Ausgabe von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln beginnt 2024 mit dem ACHT BRÜCKEN Freihafen am 4. Mai und betrachtet bis zum 12. Mai insbesondere das Werk des Porträtkomponisten Enno Poppe.
Ihr
Louwrens Langevoort
Intendant der Kölner Philharmonie