Franz Schuberts Streichquintett, das der Komponist nur wenige Wochen vor seinem Tod vollendete, gilt als eines der schönsten und auch rätselhaftesten Kammermusikwerke. Kein Mensch könne das tönende Mysterium völlig enträtseln oder auf Begriffe bringen, urteilte Joachim Kaiser einmal über das Werk. Auch das Cuarteto Casals und Cellist Eckart Runge finden, dass das fünfzigminütige Mammutwerk „Schubert Schönstes“ sei, so der Konzerttitel.
Doch mit diesem Titel führt das Cuarteto Casals ein wenig in die Irre, denn zuvor spielt es zwei durchaus extravagante und aufregende Werke, mit denen die vier Musiker ihrer spanischen Heimat Tribut zollen. Während Joaquín Turinas mit seinen folkoloristisch angehauchten Werken Bekanntheit genießt, die über die spanischen Grenzen hinausreicht, muss die elegante Musik des Basken Juan Crisóstomo Arriaga, eines Zeitgenossen Schuberts, noch (wieder-) entdeckt werden.