Drei unsterbliche Meisterwerke waren das Resultat der äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Librettisten Lorenzo Da Ponte. Derer drei hat sich Kirill Serebrennikov an der Komischen Oper Berlin bzw. an deren Interimsspielstätte am Schillertheater angenommen. Nach „Così fan tutte“ (2023) und „Le nozze di Figaro“ (2024) schließt der russische Regisseur nun seinen Mozart-Da-Ponte-Zyklus ab: „Don Giovanni“, die wohl abgründigste aller Mozart-Opern rund um die sagenhafte Gestalt des toxischen Verführers Don Juan, steht auf dem Programm.
In seiner Inszenierung zeigt Serebrennikov den skrupellosen Lebemann und Antihelden auf seinem von Mord und wollüstigen Schandtaten gepflasterten Weg direkt in die Hölle. Mozart, der selbst als Wildfang galt und in jungen Jahren starb, arbeitete zum Zeitpunkt seines Ablebens an seinem heute berühmten Requiem – für Serebrennikov folglich das ideale Werk zur Untermalung der dramatischen Höllenfahrt des Don Giovanni, weshalb er Oper und Totenmesse auf spektakuläre Weise miteinander in Verbindung bringt.