Alles neu macht der Mai, heißt es, und tatsächlich laden wir Sie in dieser Ausgabe in vielerlei Hinsicht dazu ein, Neues zu entdecken. Bedenken wir in unseren Operntipps ohnehin gerne auch ausgefallenere Produktionen, so fiel uns auf, dass sich in diesem Monat besonders viele Musiktheaterinszenierungen ballen, in denen diverse Kunstformen aufeinandertreffen und miteinander verschmelzen. Mit György Ligeti wäre in diesem Monat zudem ein großer Erneuerer der Musik hundert Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum bietet Anlass, Ligetis verspielt-verrückte Anti-Anti-Oper „Le Grand Macabre“ neu zu entdecken, die auch nach bald fünfzig Jahren seit ihrer Uraufführung in Stockholm als richtungsweisend gilt.
Falls Sie das Kontrabass-Spiel nicht gelernt haben, dürfte auch die Playlist unseres aktuellen „Blind gehört“-Interviews für Sie Neuland sein. Dominik Wagner hörte und kommentierte ausgewählte Werke für jenes Instrument, das zwar als Fundament in keiner sinfonischen Komposition fehlt, aber nur selten im Mittelpunkt eines Musikstückes steht. Für den gebürtigen Wiener ist es daher eine regelrechte Mission, den Kontrabass auch als Soloinstrument ins Rampenlicht zu rücken, weshalb er viel Interessantes über die jeweiligen Einspielungen erzählte.
Neue Streaming-App von Apple
Und da wir gerade bei Aufnahmen sind: Apple hat jüngst eine eigene Streaming-App für klassische Musik auf den Markt gebracht, die nicht nur in Sachen Klangqualität neue Hörerlebnisse ermöglichen, sondern auch die Suche nach Werken, Interpreten und Komponisten revolutionieren soll – die war bislang die große Schwachstelle bei allen anderen Streaming-Anbietern. Ob und inwiefern der Konzern mit „Apple Music Classical“ die Türen aufstößt in eine neue Ära des klassischen Musikgenusses, lesen Sie in unserer Mai-Ausgabe.
concerti gibt es bequem im Jahresabo oder an einer unserer Ausgabestellen.