In diesem Herbst sind drei Komponisten besonders im Fokus. Eher selten im Rampenlicht steht Heinrich Schütz, obschon, und dies ist keine Floskel, die Musikgeschichte ohne ihn ganz anders verlaufen wäre. Schon zu Lebzeiten wurde Schütz, dessen Todestag sich im November zum 350. Mal jährt, als „Urvater der deutschen Musik“ gefeiert, wie Christian Schmidt in seiner Würdigung berichtet. Vor allem im mitteldeutschen Raum, wo Schütz lebte und wirkte, finden in den kommenden Wochen zahlreiche besuchenswerte Veranstaltungen statt.
Der zweite Komponist wäre im Oktober 150 Jahre alt geworden und ist vor allem für seine Sinfonien und Chorwerke bekannt. Doch Ralph Vaughan Williams schrieb auch leidenschaftlich Opern, die aber mitnichten so oft gespielt werden wie all seine anderen Werke. Was durchaus ein Verlust für die Musikwelt ist, findet Roland H. Dippel.
Bei Richard Wagner steht gar kein Jubiläum an, und doch gelangt derzeit sein Ring des Nibelungen an zahlreichen Opernhäusern zur Premiere. André Sperber hat sich umgesehen und stellt die spannendsten Neuinszenierungen vor.
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