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Deutsche Erstaufführung von Nigel Westlakes „out of the blue …“

Schreibhemmungen und Todesangst

Philharmonisches Konzert durchmisst unter anderem mit einem neuen Werk von Nigel Westlake Abgründe.

vonChristian Schmidt,

Wenn pfiffige Dramaturgen dem Publikum Neutöner verkaufen wollen, sprechen sie gern davon, wie „kantig“ das Werk doch sei und welche „Grenzen“ es auslote. So auch in Stralsund beim Philharmonischen Orchester Vorpommern, wo im Rahmen des Sibelius-Zyklus dieser Saison sogar Fachvorträge zu dessen Sinfonik die Konzertprogramme rahmen. Dabei muss man bei der Vierten des berühmten Finnen nur ganz genau hinhören, um die persönlichen Abgründe nachempfinden zu können, die Sibelius kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs und in ständiger Todesangst vor einem lästigen Tumor durchschritt.

Einen interessanten Bogen spannt Generalmusikdirektor Florian Csizmadia allemal, denn er stellt der düsteren Sinfonie nicht nur Béla Bartóks drittes Klavierkonzert voran, sondern mit „out of the blue …“ für Streichorchester auch eine deutsche Erstaufführung. In diesem Stück thematisiert der australische Komponist Nigel Westlake ebenfalls ein gerade für Kreative äußerst beängstigendes psychisches Phänomen: die Schreibhemmung. Zum Glück scheint sie dann doch nicht nachhaltig gewirkt zu haben.

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