Ein Konzert für ein Ensemble aus Solisten. Das klingt zunächst verwirrend, ist aber eigentlich ganz einfach: 2022 hat der französische Komponist Philippe Manoury mit „Grammaires du sonore“ („Grammatik des Klangs“) ein Werk geschaffen, das „die Hierarchie aufbricht“ und „der Idee entspringt, dass jeder Ensemblemusiker ein Solist sein kann“, erklärt er im Gespräch mit dem Ensemble intercontemporain, dem er das Stück gewidmet hat. Gleichzeitig setzt er sich darin mit einer Thematik auseinander, die ihn schon lange beschäftigt und die er selbst die „musikalische Grammatik“ nennt. „Damit meine ich eine Art und Weise, eine musikalische Synthese zu schaffen, ein Ereignis vor, nach oder gleichzeitig mit einem anderen Ereignis zu platzieren, Konstruktionen zu schaffen, wie Konstruktionen von Phrasen.“ In Berlin bringt das Boulez Ensemble mit Dirigent François-Xavier Roth „Grammaires du sonore“ auf die Bühne, ebenso Manourys „Passacaille pour Tokyo“ aus dem Jahr 1994 und stellt sie zwei Spätwerken Claude Debussys gegenüber.
Konzert: François-Xavier Roth & Boulez Ensemble in Berlin
Nach französischer Art
Das Boulez Ensemble unter François-Xavier Roth präsentiert zwei Werke von Philippe Manoury im Licht von Claude Debussys Sonaten.
© Peter Adamik

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