Als „Königin der Instrumente“ wurde die Laute zu Renaissancezeiten gehandelt – Thomas Dunford als einer ihrer populärsten Interpreten gilt heutzutage als „Eric Clapton“ des Zupfinstruments. Das zeigt, mit welcher Hingabe und Experimentierfreudigkeit sich Dunford seinem Instrument widmet. Denn wenn er einerseits die Barock-Literatur nach neuen, ungehörten Raritäten erforscht, setzt er sich andererseits gerne mit zeitgenössischen Kompositionen und Jazz auseinander. Ausgebildet am Conservatoire Supérieur de Paris und an der Schola Cantorum in Basel, füllt Dunford mit seinen Liederabenden problemlos eine Wigmore Hall in London oder eine Carnegie Hall in New York.
Umso schöner, dass es den Lautenisten inmitten dieser Konzerte nun auch nach Wiesbaden führt. Im Rahmen der 1872 gegründeten Reihe „Die Kammermusik“ wird Thomas Dunford einen Meilenstein setzen. Die Laute kam in der 153-jährigen Historie dieser Veranstaltungsreihe noch nicht zum Einsatz. Der akustisch überzeugende Herzog-Friedrich-August-Saal in seinem vom Historismus geprägten Stil ist dabei ein adäquater Ort für dieses Debüt.